Leitkraftrad-Führerschein- schon ab 16 Jahren möglich

Minderjährige haben die Möglichkeit sich von den Eltern durch das Fahren von Leitkrafträder unabhängig zu machen. Diese dürfen bereits mit dem Erreichen des 16. Lebensjahres gefahren werden.

Das Leitkraftrad darf im Gegensatz zu einem Roller oder Mofa eine Geschwindigkeit bis zu 80 km/h erreichen. Es gibt weitere Richtlinien: Der Hubraum darf 125 ccm nicht überschreiten und die Nennleistung  sollte 11kW  betragen. Der Inhaber ist nach Erlangen des Führerscheins der Klasse A1 auch befugt, einen Roller zu fahren, was der Führerscheinklasse M entspricht.

Um sich für den Führerschein der Leitkrafträder zu qualifizieren, ist eine Anmeldung in einer Fahrschule erforderlich. Hierfür muss zuerst eine Grundgebühr zuzüglich Theoriestunden, Praxisunterricht und das Vorstellen zur theoretischen, praktischen Prüfung bezahlt werden.  Des Weiteren braucht der Schüler noch Lernmaterial für den theoretischen Teil, das ebenfalls noch bezahlt werden muss.

Fahrschüler nehmen nach der Anmeldung am Theorieunterricht teil, der etwa 16 Unterrichtsstunden von jeweils 90 Minuten umfasst.  Der Grundstoff unterteilt sich dabei in wichtige Themen wie Verkehrsregeln, Verkehrszeichen und Wie verhält man sich in bestimmten Situationen? Die Motorradtheorie beinhaltet wichtige Lerninhalte wie Anwendung von Sicherheitskleidung, Umweltschutz, Einsatz der Bremse, Verhalten in Kurven u.s.w.  Der Prüfling hat wie beim Automobil die Möglichkeit, die Prüfung zu wiederholen.

Der Praxisunterricht findet direkt nach der theoretischen Prüfung statt:  Damit sich der Schüler an das Fahrzeug gewöhnt, werden spezielle Übungen auf dem Übungsplatz durchgeführt. Der Fahrlehrer fährt dabei hinter dem Schüler her und beide stehen in engem Funkkontakt zueinander. Des Weiteren werden auch Fahrten bei erschwerten Bedingungen geübt, wie z.B. Nachtfahrten, Autobahnfahrten, Regenfahrten.

Die Anzahl der nötigen Fahrstunden hängt vom jeweiligen Geschick des Fahrschülers ab. Wenn der Fahrlehrer überzeugt ist, dass der Schüler bereit für die Führerscheinprüfung ist, meldet er ihn an.

Autofahren lernen durch Training und Fahrschulen

Um das Autofahren zu lernen, braucht man eine entsprechende Ausbildung in Fahrschulen.  Der Führerschein Klasse B ist für Autos, die ein Gewicht von 3,5 Tonnen nicht überschreiten dürfen.

Wer einen Führerschein machen möchte, der sollte vor Beantragung des Führerscheins einige Vorkehrungen treffen.  Der Führerschein selbst wird nicht von der Fahrschule ausgestellt, sondern vom zuständigen Straßenverkehrsamt.  Zur Antragstellung sind wichtige Voraussetzungen notwendig: Es wird ein Passbild benötigt, ein Nachweis, dass man einen Erste-Hilfe Kurs erfolgreich bestanden hat und  nachgewiesener Sehtest beim Optiker.

Zum Autofahren sind nicht nur theoretische sondern auch praktische Fähigkeiten notwendig. Während die theoretischen Fähigkeiten in dem Fahrschulgebäude erlernt werden, finden die praktischen Unterweisungen oder Fahrstunden im Fahrschulwagen statt.  Die theoretischen Fahrstunden umfassen insgesamt 14 Doppelstunden, vorausgesetzt es ist noch kein Vorwissen gegeben. Nachdem die theoretische Prüfung absolviert und erfolgreich bestanden wurde hat der Prüfling oder Fahrschüler die Möglichkeit, die praktische Prüfung abzulegen.

Um sich auf die praktische Prüfung vorzubereiten ist es erforderlich Fahrstunden zu nehmen, die sich je nach Bedürfnis des Schülers richten.  Der Fahrschüler hat ein gewisses Maß an Pflichtstunden, wozu 5 Stunden Überlandfahrt, 4 Stunden Autobahnfahrt, 3 Stunden Nachtfahrt gehören. Die praktischen Fahrstunden umfassen alles, was beim Autofahren erforderlich ist: Spiegel richtig einstellen, Anfahren, Bremsen, Anfahren von einem Berg, Tanken, Rückwärts einparken.

Des Weiteren gibt es viele Fahrschulen, die auch  Intensivkurse anbieten, die es möglich machen den Führerschein in 4 Wochen zu machen. Bei diesem Kurs verhält es sich mit den Unterrichtsstunden aber nicht anders, wie bei den üblichen Fahrstunden.

Hat der Schüler den Führerschein erfolgreich erworben, kann er zusätzlich ein Fahrsicherheitstraining machen, um Witterungsbedingungen wie Schnee und Glätte besser einzuschätzen. Hierzu werden auf Übungsplätzen Nässe und Glätte geschaffen, um den Schüler darauf vorzubereiten, wie sich das Auto in diesen Situationen verhält. Zu den Übungen gehören beispielsweise Slalom fahren, ausweichen, Vollbremsung.

Auch wenn man das Fahrsicherheitstraining gemeistert hat, sollte man sich vorsichtig auf den Straßen bewegen und sich nicht zu 100 % sicher fühlen.  Da der Straßenverkehr sehr komplex und unübersichtlich ist, sollten alle Faktoren wie unberechenbares Verhalten und unsichere Fahrweise bei den Verkehrsteilnehmern mit einkalkuliert werden.  Zum Autofahren gehört nicht nur die Beherrschung des Fahrzeugs, sondern auch die Beachtung der Verkehrsregeln. Des Weiteren kommt es darauf an, jederzeit den Überblick über den Straßenverkehr zu behalten, auch bei auftretenden Ereignissen, und die realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten, in Gefahrensituationen schnell zu reagieren.